Über die Kreisgruppe

Hier finden Sie Geschichte, Fakten und Zahlen zu der Kreisgruppe

Geschichte

Über einen Zusammenschluss der Jäger im Altlandkreis Obernburg vor und während des 2. Weltkrieges ist nichts bekannt.

Im Juni 1947 fanden sich ca. 25 Jäger zu einem jagdlichen Interessenverband zusammen, der sich dem Bayerischen Jagdschutzverband anschloss. Erst in den 60er und 70er Jahren stiegen die Mitgliederzahlen. Der Jagdverband gab sich eine Satzung und wählte einen Vorstand, Schatzmeister und Schriftführer.

In den 90er Jahren wurde die Obernburger Jägergruppe in das Vereinsregister beim Amtsgericht Obernburg als eigenständiger Verein eingetragen und gehört seit her als „BJV-Kreisgruppe Obernburg im Bayerischen Jagdverband e.V.“ dem BJV-Bezirksverband und dem Bayerischen Jagdverband an.

Hier gelangen Sie zu unserem Dachverband, dem BJV.


Kreisgruppe

Unsere Kreisgruppe ist der Zusammenschluss der Jäger im Altlandkreis Obernburg. Ihm gehören ca. 300 und damit die ganz überwiegende Anzahl der im Altlandkreis beheimateten Jäger an.

Wir sind als gemeinnütziger Verein im Vereinsregister beim Amtsgericht Obernburg eingetragen.

Der Altlandkreis Obernburg ist Teil des Landkreises Miltenberg, in dessen Bereich als weiterer eigenständige BJV-Gruppierung die BJV-Kreisgruppe Miltenberg besteht.

Der Landkreis Miltenberg bildet als Region Untermain den nordwestlichsten Zipfel des Freistaates Bayern und besitzt mit den Bundesländern Hessen, Baden-Württemberg gemeinsame Grenzen.

Region

Die Jagdreviere der Kreisgruppe liegen im Maintal, sowie den ersten Spessarthöhen östlich und den beginnenden Odenwaldbergen westlich des Mains.

An Wasserflächen gibt es bei uns den Main mit seinen Nebenflüssen der Mümling und der Elsava, sowie einige Kies- und Baggerseen im Maintal.

Die sehr dichte Besiedlung, ein hohes Verkehrsaufkommen und intensive Landwirtschaft im Maintal führen dort zu einer geringen Wilddichte (ausgenommen Raubwild) und zur eingeschränkten Jagdnutzung.

Die ruhigeren waldreichen und z. T. nur extensiv genutzten Felder und Wiesen zum Spessart und Odenwald hin sind die jagdlich interessanteren Gebiete.

Bejagte Fläche

Die drei bestehenden Hegegemeinschaften umfassen eine bejagbare Fläche von zusammen 26.985 ha mit jeweils ca. 50% Wald- und 50% Feldanteil.

  • Hegering 6 mit 9.270 ha
  • Hegering 7 mit 11.077 ha
  • Hegering 8 mit 6.865 ha

Die ca. 14.000 ha Wald sind überwiegend als Eigenjagdreviere im Kommunaleigentum; die 13.212 ha Feld sind weitgehend Ackerland und jagdgenossenschaftlich organisiert.

Die 41 Eigenjagdreviere mit 13.316 ha stehen den 312 Gemeinschaftsjagdrevieren mit 13.896 ha Eigenjagdreviere gegenüber.

Wildzahlen

Im Jagdjahr 2013/2014 wurden pro 100ha Fläche 4,2 Stück Rehwild und 4,02 Stück Schwarzwild erlegt. Dazu wurden 107 Hasen, 82 Fasane, 68 Stockenten und 596 Füchse gemeldet. Auf unserer Fläche kamen außerdem 56 Stück Rotwild zur Strecke.

Die Hauptwildarten sind Reh- und Schwarzwild, vereinzelt auch Rotwild. Die nur noch geringen Niederwildvorkommen wie Hasen, Fasan, Rebhuhn und Kanin gestalten keine jagdliche Nutzung mehr. Wasserwild (Stockenten) wird vorwiegend an den kleinen Main-Nebenflüssen gehegt und gejagt.

Verkehrsverluste: 11,8 % des Rehwildabgangs entfallen auf den Straßenverkehr; weitere 7 % sind als Fallwild gemeldet.

Die Qualität der Rehgehörne ist mittelmäßig, ca. 8% der Gehörne sind schwerer als 250 Gramm, ca 3% wiegen zwischen 300 und 400 Gramm.

Die Wildbretgewichte (aufgebrochen) liegen bei mittelalten Rehböcken um 15 kg, selten einmal 20 kg und darüber.